Geposted am von Steve Kirchhoff

Ach Fasnacht, du schönste aller Feste. Deine prunkvollen Umzüge, das gesellige Beisamensein, die traumhaften Kostüme. In Luzern, Winterthur, Basel und anderswo legen sich viele Leute mächtig ins Zeug, um eine beispiellose Party auf die Beine zustellen und vielerorts kann das auch ziemlich ausgelassen von Statten gehen. Das man die närrischen Fasnachtstage aber auch so richtig bekloppt und abgedreht verbringen kann, beweisen diese 5 Beispiele:

Ivrea / Italien: Das vitamreichste Faschingsfest der Welt

Orangen Schlacht in Italien

Wer die Tomatina in Spanien, schon mal erlebt hat, wird diese ungewöhnliche Tradition ebenso gut verstehen können. Bei der “Battaglia delle arance”, der Orangenschlacht wird ein regeltrechtes Citrusfrucht Massaker abgehalten. Am Monatg vor Aschermittwoch ziehen zwei ortsansässige Gruppen in einen regelrechten Krieg. Bewaffnet mit Tonnen an reifen Orangen und einer ordentlichen Portion guter Laune wirft man sich die Vitamin-C-Bomben mit ordentlich Bumbs ins Gesicht. Egal ob als Kämpfer oder als Zaungast, das Tragen eines Helmes ist in jedem Fall empfohlen.

Puerto de la Cruz (Teneriffa) / Spanien: Stöckelschuh Lauf der Männer

Männer in High Heels

Ebenso ein alljährliches Faschingshighlight ist der Stöckelschuh Lauf im Städtchen Puerto de La Cruz auf Teneriffa. Das Besondere hier ran, es treten Hunderte eher unbeholfen wirkende Männer an diesem Hindernisrennen teil. Neben dem onnehin schwierigen Gehen in High Heels, muss man als wackerer Mann auch noch über Bänke steigen oder ein Tablett mit vollen Gläsern transportieren. Die mutigen Pumps-Novizen lassen es sich natürlich auch nicht nehmen Ihre schönsten Damenkleider und Röcke für dieses Event zu tragen.

Murcia / Spanien: Das Sardinen-Begräbnis

Murcia - Sardinen Fest

 

Sehr skurril sind auch die Karnevalsfeierlichkeiten im beschaulichen Ort Murcia. Zunächst fällt auf, dass der Karneval dort recht spät zelebriert wird, nämlich erst in der Woche nach Ostern. Wer also noch nicht Genug vom bunten Treiben hat, sollte hier noch mal einen Abstecher hin unternehmen. Als Abschluss der wildne Tage gilt der grosse Prozessionsumzug angeführt von einer riesigen Sardine gefertigt aus Pappmaché. Sie wird feierlich zu Grabe getragen und ihr Ende bedeutet somit auch das Ende der Fastenzeit und den Beginn der feucht-fröhlichen Zeit. Zahlreiche Kostümgruppen, bunt-geschmückte Wagen und unzählige witzig verkleidete Schaulustige säumen für diesen Anlass die Strassen.

Port of Spain / Trinidad & Tobago: Kann denn Schoki Sünde sein?

Trinidad Carnival in Chocolate

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Das man in der Karibik ordentlich feiern kann ist weithin bekannt. Doch am Rosenmontag wird es in der Haupstadt des Inselstaates so richtig bekloppt. Beim sogenannten J’Ouvert darf man nicht zimperlich sein, denn mit Rohöl oder Schokosauce reibt man sich als Teilnehmer und alle umstehenden Begleiter ordentlich ein. Tausende Menschen nehmen an diesem schmierigen Spektakel teil. Anschliessend gibt es eine heiße Dusche und in reizender Unterwäsche wird in den Strassen der Metropole weiter gefeiert. Diese schleimig-glitschige Veranstaltung hat den Hintergrund, dass man durch das einheitliche zukleistern die Unterschiede zwischen arm und reich zumindest für einen Tag zur Nebensache werden lässt.

La Vega - Domenikansiche Republik: Hinkende Teufel

Ebenfalls in der Karibik zelebriert wird der Carnival de la Vega. Im Fokus bei den allsonntäglichen Umzügen sind die ‘Hinkebein Teufel’ mit Ihren schrecklichen Fratzen-Masken. Furchteinflössende Visagen, blutunterlaufene übergrosse Augen, Narben - die Horrormaskierungen werden in tagelanger Handarbeit gefertigt und sie eine lokale Tradition. Neben diesen Schauder-Kostümen sind aber auch klassiche karibische Karnevals-Outfits aus Federn, Strass und Glitzer hier zu finden.

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